Karrierewege bei sea chefs

Karriere-Interview mit Assistant Housekeeping Managerin Melissa

Melissa hatte schon immer den großen Traum, eines Tages an Bord zu arbeiten. Durch ihre Tätigkeit in der Elbphilharmonie mit Blick auf den Hamburger Hafen und den vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiffen ist ihre Sehnsucht zunehmend gewachsen. Und genau deshalb hat sie mit Ende 20 den Entschluss gefasst, sich auf das Leben als Seefahrerin einzulassen. Bereits ihr erster Vertrag als Assistant Housekeeping Managerin hat sie an das andere Ende der Welt - in die Antarktis - gebracht.

Stell dich doch bitte einmal kurz vor und erzähl uns, welche Verantwortlichkeiten du in deiner Position an Bord hast.

M: Ich bin Assistant Housekeeping Managerin, also Stellvertretende Hausdame, hier an Bord der HANSEATIC spirit. Mein Team und ich sind zuallererst für die Sauberkeit der Gästekabinen zuständig, aber auch für die der Public Area Bereiche, der Outlets sowie der Restaurants und dem Spa-Bereich. Zusammen mit der Rezeption sind wir das Herzstück des Schiffes.

Mein Arbeitsalltag besteht darin, dass ich morgens meine Runde über das Schiff mache. Ich laufe durch die Flure und in die öffentlichen Bereiche, prüfe, ob mein Team alles Notwendige zum Arbeiten hat und dann geht es in den Gästebereich zum Kabinencheck. Meinen Job mag ich sehr, weil er besonders abwechslungsreich ist. Man hat jeden Tag eine andere Herausforderung. Und genau das liebe ich daran.

Wie sieht dein bisheriger Werdegang aus?

M: Ich habe Tourismus Management an der FHM studiert und dabei wurde mir direkt klar, ich möchte im Hotelwesen arbeiten. An Land habe ich bereits in diversen GroĂźstädten fĂĽr bekannte Hotelketten, wie z.B. dem Marriott und Moxy Cologne gearbeitet. Doch die Sehnsucht und der Wunsch aufs Schiff zu gehen war schon immer da. Ich habe einige Zeit in der Hamburger Elbphilharmonie mit Blick auf den Hamburger Hafen gearbeitet. Durch die vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiffe ist meine Sehnsucht zunehmend gewachsen. Da habe ich den Entschluss gefasst, mich auf das Abenteuer „Seefahrt“ einzulassen. Mein erster Vertrag hat mich dann direkt bis ans Ende der Welt – in die Antarktis – gefĂĽhrt.

Warum hast du dich fĂĽr die Expeditionsflotte entschieden?

M: Gerade mit so einem exklusiven Expeditionsschiff und den dazugehörigen Zodiacs können exklusivere Landschaften und Ziele angesteuert werden, was das Ganze noch viel interessanter macht. Es ist zum Teil sehr surreal, wenn man aus dem Fenster schaut. Es kommt schon vor, dass beim Kabinencheck eine Eisscholle nebenher schwimmt oder ich Wale bei der Ausfahrt beobachten kann. Aktuell sind wir rund um Island unterwegs. Das ist ein Wunsch, den ich mir unbedingt im Leben erfĂĽllen wollte: Bei dieser wunderschönen Kulisse zu reisen und zu arbeiten.

Was ist das Besondere an der Arbeit an Bord und an deinem Job?

M: Die Kabinen sind wie ein schwimmendes Wohnzimmer und es wurde an alles gedacht. Sie unterscheiden sich zu einem Zimmer an Land darin, das viel mehr mitgedacht worden ist und viele kleine Features mit eingebaut worden sind. Da die Gäste hier die meiste Zeit verbringen, ist Sauberkeit und Ordnung besonders wichtig. Der Standard an Bord eines Expeditionsschiffes von Hapag-Lloyd Cruises ist sehr hoch. Auf einem FĂĽnf-Sterne-Schiff sind dementsprechend auch die WĂĽnsche der Gäste sehr hoch. Doch wir haben fĂĽr alle WĂĽnsche eine Lösung. Und wenn es diese noch nicht gibt, dann kreieren wir eine. Der Kontakt zu den Gästen ist aufgrund der längeren Reisen und des vergleichsweisen kleinen Schiffs sehr eng.  

Der Unterschied zwischen der Arbeit an Land und der an Bord besteht darin, dass es an Bord noch strukturierter abläuft, weil alles wie ein Uhrwerk zusammenarbeiten muss. Alle Departments arbeiten Hand in Hand zusammen, um den Gästen den schönst möglichen Aufenthalt zu bieten.

Was war dein #WorldClassMoment?

M: Mein World. Class. Moment. war, als ich den siebten Kontinent betreten habe und in der Antarktis gemeinsam mit Pinguinen wandern durfte. Das war ein wunderschönes und wahnsinniges Erlebnis für mich. Wer hat schon die Möglichkeit in die Antarktis zu fahren? Ich weiß nicht, ob meine Bekannten und Freunde neidisch sind, aber sie freuen sich sehr für mich. Viele Fragen auch explizit nach Fotos, Videos und Reiseberichten. So kann ich dann auch die Erlebnisse nach Hause tragen.

Ich liebe meinen Job, weil ich jeden Tag etwas Neues erleben darf. Ich habe niemals Langeweile hier an Bord und bin trotzdem ganz nah am Gast dran. Das gefällt mir am meisten. Es gibt noch so viele Länder, die ich noch nicht gesehen habe. Ich bin jetzt in meinem zweiten Vertrag und bis jetzt habe ich schon zehn Länder als Seefahrerin gesehen.

Wie ist das Crew-Leben an Bord?

M: Ich bin sehr dankbar, dass ich so etwas erleben darf und sehen kann. Neben einem tollen Team, das so motivierend ist, hat man einfach eine wunderschöne Zeit. Das Arbeitsklima ist sehr ungezwungen. Zuerst sind wir noch Kollegen und Fremde und nach kurzer Zeit werden wir zu Freunden. Genau das macht es so familiär und heimisch, hier an Bord zu arbeiten. Nach der Arbeit gibt es viele Möglichkeiten sich zu entspannen und den Arbeitsalltag hinter sich zu lassen. Man kann entweder in die Crew Bar gehen, Spiele- und Filmabende machen oder - wenn das Schiff über Nacht im Hafen liegt - gemeinsam rausgehen und die Destinationen bei Nacht erkunden.

 

Vielen Dank fĂĽr die spannenden Einblicke, liebe Melissa!


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Veröffentlichung: November 2023

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